Ganz zum Schluss

Betriebliche Absicherung: erst das Risiko, dann der Vertrag

Viele Betriebe sind gegen das Falsche versichert: gut gegen kleine, ärgerliche Schäden und schlecht gegen die zwei oder drei Ereignisse, die den Betrieb tatsächlich zum Stillstand bringen würden. Deshalb steht am Anfang die Risikoanalyse und nicht der Vergleich von Beiträgen.

Anlässe

Womit Betriebe hier ankommen

Diese Sätze fallen am Telefon. Was daraus wird, ist fast nie nur das Feld, mit dem der Anruf begann – aber der Einstieg ist immer ein konkreter Anlass.

  • „Sind wir eigentlich richtig versichert?"

    Nicht beantwortbar, ohne vorher zu klären, welche Ereignisse dieser Betrieb aus eigener Kraft überstehen würde.

  • „Wir zahlen jedes Jahr mehr Beiträge."

    Eine Bestandsdurchsicht bringt meist mehr Streichungen als Ergänzungen – bei gleichzeitig besserer Deckung an den wunden Punkten.

  • „Wenn die Fertigung vier Wochen steht, sind wir weg."

    Betriebsunterbrechung. Der am häufigsten unterschätzte und am seltensten ausreichend gedeckte Fall.

  • „Die Bank verlangt eine Absicherung für das Darlehen."

    Dann geht es um die Frage, wer den Kapitaldienst trägt, wenn der Inhaber ausfällt – und nicht um irgendeine Police.

  • „Wie halten wir unsere Leute?"

    Betriebliche Altersvorsorge ist im Wettbewerb um Fachkräfte ein Argument, wenn sie richtig aufgesetzt ist – und ein Haftungsthema, wenn nicht.

Risikoanalyse: die drei Fragen vor jedem Vertrag

Was würde diesen Betrieb wirklich zum Stillstand bringen? Wie lange hält er das aus eigener Kraft aus? Und welche dieser Risiken sind so groß, dass sie besser jemand anderes trägt? Alles, was danach kommt – Deckungssummen, Anbieter, Beiträge –, ist Handwerk. Die Reihenfolge umzudrehen ist der Grund, warum so viele Bestände teuer und trotzdem lückenhaft sind.

In der Praxis fällt die Antwort selten dort aus, wo man sie erwartet. Der Schaden am Gebäude ist versichert und verkraftbar. Der Ausfall der einen Fertigungsanlage, für die es europaweit vier Ersatzteile gibt, ist es nicht. Und der Ausfall des Inhabers steht in keiner Police.

Was mittelständische Betriebe tatsächlich brauchen

Aus der Analyse ergibt sich in aller Regel eine kurze Liste – und eine deutlich längere Liste von Verträgen, die gekündigt oder zusammengelegt werden können. Der Bestand ist bei den meisten Betrieben über zwanzig Jahre gewachsen, oft mit mehreren Vermittlern und ohne dass jemand das Ganze je nebeneinandergelegt hätte.

  • Betriebshaftpflicht in einer Deckungssumme, die zum Auftragsvolumen passt
  • Betriebsunterbrechung mit realistischer Haftzeit – nicht mit der Standardlaufzeit
  • Sach- und Elektronikdeckung für die Anlagen, an denen die Fertigung hängt
  • Vermögensschaden- und Cyberdeckung, wo Daten und Aufträge digital laufen
  • Absicherung des Kapitaldienstes für den Fall, dass der Inhaber ausfällt
  • Betriebliche Altersvorsorge, sauber aufgesetzt und dokumentiert

Warum das hier am Ende steht

Wer mit der Versicherung anfängt, sichert den Betrieb von gestern ab. Steht dagegen das Konzept – die Richtung, die Investition, die Übergabe –, ist die Frage nach der Absicherung präzise beantwortbar, weil klar ist, was auf dem Spiel steht und wann.

Umgesetzt wird das mit den Spezialisten aus dem Netzwerk. Ich bin an keinen Anbieter gebunden – meine Aufgabe ist die Analyse und die Koordination, nicht der Vertrieb einer Police.

Vor Ort

Absicherung in Magdeburg und Berlin

Für Betriebe in Magdeburg, Berlin und der Region sehe ich mir den vorhandenen Versicherungsbestand vor Ort an – mit den Ordnern auf dem Tisch. Das dauert einen Vormittag und ist der einzige Weg, Doppelungen und Lücken zuverlässig zu finden.

Einzugsgebiet: Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg

+49 177 2392425
  • Büro Berlin

    Edisonstraße 63
    12459 Berlin

    Sitz der Gesellschaft

    Von Berlin-Schöneweide aus betreue ich Familienunternehmen in Berlin und im Brandenburger Umland – vom Handwerksbetrieb in Treptow-Köpenick bis zum Zulieferer im Speckgürtel.

  • Büro Magdeburg

    Bethanienstraße 1
    39114 Magdeburg-Cracau

    Nichtselbstständige Außenstelle

    Von Magdeburg-Cracau aus bin ich in ganz Sachsen-Anhalt unterwegs: Börde, Harz, Altmark und die Region Halle. Termine vor Ort im Betrieb sind hier die Regel, nicht die Ausnahme.

Häufige Fragen

Was zu Absicherung am häufigsten gefragt wird

Die Antworten stehen bewusst vollständig da – auch die zu Kosten und Ablauf.

Warum steht die Versicherung bei Ihnen erst am Schluss?

Weil sich vorher nicht sagen lässt, was abzusichern ist. Wer mit der Police anfängt, sichert den Betrieb von gestern ab. Steht dagegen das Konzept – Richtung, Investition, Übergabe –, ist präzise beantwortbar, welche Risiken das Vorhaben aus der Bahn werfen würden und welche der Betrieb besser abgibt.

Welche Versicherungen braucht ein mittelständischer Betrieb wirklich?

Die, die einen Stillstand verhindern: Betriebshaftpflicht in passender Deckungssumme, Betriebsunterbrechung mit realistischer Haftzeit, Sach- und Elektronikdeckung für die Anlagen, an denen die Fertigung hängt, und eine Absicherung des Kapitaldienstes für den Fall, dass der Inhaber ausfällt. Alles Weitere ergibt sich aus der Risikoanalyse – und nach einer solchen Durchsicht fallen meist mehr Verträge weg, als hinzukommen.

Was passiert im ersten Gespräch?

Sie schildern Ihre Situation, ich stelle Fragen und sage Ihnen anschließend ehrlich, ob ich der Richtige bin. Das erste Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen – Umfang, Ablauf und Konditionen einer möglichen Zusammenarbeit werden erst danach schriftlich festgehalten. Wenn ein anderer besser passt, sage ich das und nenne, wer.

Was kostet eine Unternehmensberatung bei Ihnen?

Das hängt vom Umfang ab und wird vor Beginn schriftlich vereinbart – ohne Überraschungen auf der Rechnung. Eine Standortbestimmung ist ein überschaubares, klar begrenztes Paket; eine mehrjährige Begleitung durch eine Nachfolge ist etwas anderes. Wichtig für die Kalkulation: Beratungsleistungen sind förderfähig. Ein Teil des Honorars lässt sich über Programme von Bund, Ländern und EU abdecken – das klären wir, bevor wir anfangen.

Wird die Beratung selbst gefördert?

Ja, Beratungsleistungen sind förderfähig. Es gibt Programme auf allen drei Ebenen – vom Bund, von den Ländern und aus EU-Mitteln –, die die Beratung mittelständischer Unternehmen mit einem Zuschuss auf das Honorar unterstützen. Die Höhe hängt von Programm, Betriebsgröße und Anlass ab, und die Landesprogramme unterscheiden sich: In Sachsen-Anhalt gilt anderes als in Berlin. Welches Programm in Ihrem Fall passt, prüfen wir deshalb vor Beginn – wie bei jeder Förderung muss der Antrag vor dem Start gestellt sein.

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Hängt zusammen

Die anderen drei Felder

Eine Entscheidung in einem Feld verändert die anderen zwangsläufig. Deshalb liegt am Ende immer ein Gesamtbild auf dem Tisch, egal womit begonnen wurde.

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